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Dick Dale (* 4. Mai 1937 in Boston, Massachusetts, USA; eigentlich Richard Monsour) ist ein US-amerikanischer Musiker und Pionier des Surf-Rock. Dale war einer der einflussreichsten Gitarristen der frühen 1960er Jahre. Zusammen mit Link Wray gilt er als stilbildend für Gitarristen wie Jimi Hendrix, Pete Townshend oder Eddie Van Halen. Er benutzt speziell gefertigte Fender-Gitarren und -Verstärker und experimentierte mit Nachhalleffekten (Reverb).
Karriere
Dick Dale wurde in Boston (Massachusetts), als Sohn eines Libanesen und einer Polin geboren. Bald lernte er Schlagzeug, dann Ukulele und schließlich Gitarre. Als Kind wurde er musikalisch von seinem Onkel, einem Oud-Spieler, beeinflusst. Seine frühe Musik zeigt starke Einflüsse aus der orientalischen Musik.
Mit seiner Band, den Del-Tones, war Dale Anfang der 1960er Jahre auf lokaler Ebene recht erfolgreich. Neben der Single Mr. Moto der Belairs gilt Dales Stück Let’s Go Trippin' von 1961 als stilbildend für die Surf-Rock-Szene. Bevor er 1962 zu Capitol Records wechselte, brachte er auf seinem eigenen Label, „Deltone“, einige Singles heraus, die jedoch nicht den erhofften Durchbruch schafften.
1962 mit dem Album Surfers’ Choice schaffte Dale den Durchbruch. Er wurde in die Ed Sullivan Show eingeladen und trat in Hollywoodfilmen auf (zum Beispiel Beach Party, 1963). Bis 1964 war Dale ein nationaler Star, dann jedoch ebbte der Erfolg seiner Instrumentalmusik ab. Britische Bands wie die Beatles dominierten die Hitparaden. Zudem war Dale auch gesundheitlich angeschlagen, er hatte Krebs und zog sich für längere Zeit aus der Öffentlichkeit zurück.
1979 begann er sich für den Naturschutz einzusetzen. Er hatte sich eine kleinere Verletzung beim Schwimmen zugezogen, die durch die Umweltverschmutzung des Wassers so schlimm wurde, dass er beinahe ein Bein verlor.
1986 nahm er ein neues Album auf, und wurde für einen Grammy Award nominiert. Seither veröffentlicht er wieder Alben. Durch die Verwendung seines erfolgreichsten Titels Misirlou (bei dem es sich um eine Interpretation eines bekannten griechischen Liedes aus den 1920er Jahren handelt) in Quentin Tarantinos Pulp Fiction wurde Dale auch einem jüngeren Publikum wieder ein Begriff.
2008 erkrankte Dale an Dickdarmkrebs und musste sich operieren lassen. Die geplante Europatournee musste abgesagt werden. Er befindet sich auf gutem Weg zur Genesung.
Technik
Dale ist ein sehr expressiver Gitarrist. Er behauptet, stets kein guter Gitarrist im klassischen Sinne zu sein. Mit seiner experimentellen Spieltechnik entwickelte er seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Klang.
Dales Markenzeichen ist der schnelle Staccato-Anschlag der Gitarrensaiten (zum Beispiel bei Misirlou). Zudem machte er den exzessiven Gebrauch von Hall in der instrumentalen Surfmusik populär. Aufgrund seiner nicht herausragenden Gesangsstimme bat Dale den befreundeten Leo Fender ihm ein Gerät zu entwickeln, mit dem es möglich sei, wie bei einer Hammond-Orgel, einen natürlichen Hall auf die Stimme zu legen. Die Ingenieure in Fenders Produktionsstätte bauten das entsprechende Teil einer Hammondorgel so um, dass ein Mikrofon angeschlossen werden konnte. Der experimentierfreudige Dick Dale schloss auch die Gitarre an das Gerät an und war begeistert vom dichten Klang. Dieses Gerät kann heute noch als „Fender Reverb Unit“ gekauft werden.
Dick Dale spielt mit extrem dicken Saiten (.016-.060) durch einen modifizierten „Fender Showman“-Verstärker in sehr hoher Lautstärke. Zudem ist er Linkshänder, lernte aber auf einer Rechtshänder-Gitarre das Spielen. Deshalb sind seine Saiten „verkehrt herum“ aufgezogen. Dies beeinflusst den Klang seines Spiels auf eine kaum imitierbare Weise.
Seine Fender Stratocaster nennt Dale liebevoll „the Beast“ (das Biest) und ist ihr seit bald 50 Jahren treu.
Trivia
Dick Dale ist eine sehr extrovertierte Person, die häufig aneckt.
* Nach grossen Erfolgen mit Teenagern-Strand-Filmen, lebte Dale mit Löwen und Tigern in einer grossen Villa.
* Seine erste Version seines grössten Hits Misirlou wird noch ohne Reverb-Effekt aufgenommen.[1]
* Dick Dale betont immer wieder, man solle nicht mit Plattenfirmen zusammenarbeiten, sondern seine Musik selbst vertreiben und seine Rechte behalten, da man sonst ausgebeutet werde. So mache er es auch.[2]
* Dale war an der Entwicklung der „Fender Reverb Unit“, des „Fender Showman“-Verstärkers, der Fender Stratocaster-Gitarre sowie des JBL-D130F Lautsprecher beteiligt.[3]
* Dick Dale gilt wegen seiner wilden, lauten Spieltechnik als Vater des Heavy Metal[4]
* Dick Dale war als Kind beeindruckt vom Jazz-Schlagzeuger Gene Krupa, dessen Rhythmen er auf der Gitarre imitieren wollte.]
* Dick Dale hat den inoffiziellen Titel „King of the Surf Guitar“. Heute will er jedoch nicht mehr so genannt werden.[5] Gründungsmitglieder der Del-Tones [Bearbeiten]
The Del-Tones wurden 1961 gegründet.
* Nick O’Malley – Gitarre
* Rick Rillera – Bass
* Billy Barber – Klavier
* Jerry Stevens – Schlagzeug
* Armon Frank – Saxophon
Discographie: - Singles
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* Let's Go Trippin'/Del-Tone Rock (Deltone 1961)]
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* Jungle Fever/Shake-N-Stomp (Deltone 1961)]
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* Miserlou/Eight 'Til Midnight (Deltone 1962)]
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* Secret Surfin Spot/Surfin' and Swingin' (Capitol 1963)]
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* Let's Go Trippin' '65/Watusi Jo (Capitol 1965)]
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Alben bis 80er
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# Surfers' Choice (Deltone 1962)]
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# King of the Surf Guitar (Capitol 1963)]
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# Checkered Flag (Capitol 1963)]
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# Mr. Eliminator (Capitol 1964)]
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# Summer Surf (Capitol 1964)]
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# Rock out with Dick Dale and his Del-Tones: Live at Ciro's (Capitol 1965)
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