| Michel Polnareff | ![]() © |
| Biographie: wikipedia.de: Michel Polnareff (* 3. Juli 1944 in Nérac im Departement Lot-et-Garonne) ist ein französischer Popmusiker. Sein Vater Leib Polnareff ist Musiker (unter dem Pseudonym Léo Poll hat er unter anderem für Edith Piaf gearbeitet), seine Mutter ist Simone Lane. In den frühen 60er-Jahren gehörte Polnareff, neben Jacques Brel, Georges Brassens, Françoise Hardy oder Charles Trenet, zu den bekanntesten Figuren der französischen Popmusik. Auch in der Filmszene war er aktiv, sowohl als Komponist, als auch schauspielerisch. Während der Studentenunruhen, die in den 60er-Jahren vor allem auch Paris erschütterten, fiel Polnareff durch provokante Ansichten und später durch einige Skandale auf. Bis in die 70er-Jahre hinein verkaufte er Millionen Platten. Danach wurde es still um den Künstler: Angeblich wegen erheblicher Steuerschulden setzte er sich 1973 in die USA ab. Über 30 Jahre lang wurden seine Songs gecovered, die Person blieb verschollen. Erst vor wenigen Monaten tauchte Michel Polnareff nach Recherchen der französischen Zeitschrift Paris Match in der Nähe von Los Angeles auf. Er lebte dort völlig zurückgezogen und anonym, trat dann aber 1996 im ROXY in LA auf. Von diesem Konzert liegt ein Mittschnit vor. In Frankreich und auch in Deutschland wird die französische Popmusik der 60er-Jahre inzwischen wieder modern. Davon profitiert auch Polnareff: Seine Stücke werden wieder gespielt, seine Biografie steht in Frankreich kurz vor der Veröffentlichung. Er wurde am 03.07.1944 als Sohn des aus Rußland stammenden Komponisten Léo Poll in Neyrac, einem kleinen Ort in Südfrankreich geboren. Im musikalischen Elternhaus erkannte man frühzeitig sein musisches Talent und bereits im zarten Alter von drei (!) Jahren versuchte er sich am Klavier. Er erntete dann als erst 12-Jähriger bereits die ersten Früchte seines Talents, als er einen ersten Preis bei der Pariser Musikhochschule entgegen nehmen konnte. Über das College des Oratioriums kam er an das Pariser Konservatorium und studierte die klassische und Jazzliteratur des Pianos. Aber der Gang zur Armee blieb ihm, wie vielen auch, nicht erspart und unterbrach manche Vorhaben. 1964 entdeckte ihn der Verleger Rolf Marbot, der ihn später produzierte. Unglaublich, doch bereits damals hatte er um die 200 Kompositionen im Gepäck! Wie nicht anders zu erwarten war, brachte sein erster Plattenvertrag 1966 bereits chartträchtige Erfolge mit "La poupée qui fait non" oder das wunderschöne "Love me, please love me". Letzteres brachte ihm den Kritikerpreis des Wettbewerbs um die Goldene Rose ein. Im gleichen Jahr erschien seine erste Langspielplatte und ein ersten Livekonzert, das über alle französischen Radiosender übertragen wrude. Das war natürlich DIE Initialzündung für seine weitere Karriere. Europaweit hörte man gerne seinen Balladen zu - und kaufte sie auch. Und bestaunte sein oft extravagantes Aussehen, besonders, was die Brillenauswahl betraf. Eine Stufe höher kletterte er, als der Schauspieler und Regisseur Jean-Louis Barrault ihn auserkor, die Musik für das Theaterstück "Rabelais" zu komponieren. Mitte der 70er tourte er z.B. durch Japan, sang mehrmals hintereinander vor 16000 Fans im Butokan-Theater, Tokio (hier hatten die Beatles 1966 ihre Auftritte!) und startete erfolgreiche Tourneen durch Europa.
|


